DIALOGING
Stefan Siewing
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Drei ist einer Zuviel

Die Konfliktparteien sind drei gleichberechtigte, geschäftsführende Gesellschafter eines Softwareunternehmens. Zum Konflikt kommt es unter den drei befreundeten Gesellschaftern, weil sie sich nicht auf eine gemeinsame Geschäftsfeldausweitung verständigen können. Oder genauer gesagt: Gesellschafter A und B sind sich nahezu einig, nur Gesellschafter C ist „ein Querkopf und Angsthase “ (so A), da er den Status Quo der Geschäftsfelder erhalten will.

Das Arbeitsklima ist so stark belastet, dass Gesellschafter C „die Brocken hinschmeißen“ und seine Anteile ausgezahlt haben will.
Dies würde nicht nur erforderliche Investitionen blockieren, sondern wäre auch ein herber fachlicher und menschlicher Verlust für das Unternehmen.
Da die GmbH die im Gesellschaftsvertrag vereinbarte Abfindung voraussichtlich nicht auszahlen kann, droht der GmbH das Ende.

Gesellschafter B und C stimmen dem Vorschlag von Gesellschafter A zu, eine Mediation in Anspruch zu nehmen.

In der Mediation zeigt sich, dass die beruflichen und privaten Beziehungen untereinander bereits zerrüttet sind und die unterschiedlichen Interessen keinen Konsens über die Geschäftsausweitung ermöglichen. Einig sind sie sich lediglich darin, dass die Konstellation mit drei Gesellschaftern nicht mehr funktioniert.

Nach der Würdigung einer gemeinsamen sehr erfolgreichen Phase und dem Bedauern über das Ende der GmbH bzw. Geschäftsbeziehungen in der bisherigen Konstellation, ist der Weg frei für eine Ideensammlung über mögliche neue Konstellationen.

Favorisiert wird letztlich die Gründung einer Muttergesellschaft als Dach mit mehreren rechtlich und organisatorisch selbstständigen Tochterunternehmen.

Nachdem alle drei Gesellschafter ihren jeweiligen Rechtsanwalt um Rat ersuchten, konnte eine entsprechend formulierte Vereinbarung getroffen und die Mediation beendet werden.