DIALOGING
Stefan Siewing
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Führungskraft als "Sherlock Columbo"

Ein Arbeitsbeispiel für scheinbare Gegensätze nach Holmes & Columbo ist ein Fall aus der Praxis, der so oder so ähnlich häufig abläuft.

Mehrere Mitarbeiterinnen beschweren sich bei der Führungskraft. Sie fühlen sich von einem Kollegen belästigt, der immer mal wieder sexuelle Anspielungen und schlüpfrige Bemerkungen äußert.

Der Führungskraft ist klar, dass er längst ein vertrauliches Gespräch mit dem Mitarbeiter geführt haben sollte.

Obwohl es durch eine "Betriebsvereinbarung Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ klare Vorgaben gibt, wie in solchen Fällen vorzugehen ist, fällt ihm das Gespräch sehr schwer. Vor allem auf Grund der Unsicherheit, wie das Thema angesprochen werden soll.

Die von mir in der Beratung angebotene Visualisierungshilfe „Sherlock Columbo“ ist ihm hilfreich, es auch in die Praxis umzusetzen.

Als „Sherlock Holmes“ nennt er sachlich die Beschwerden , weist auf das weitere Vorgehen und mögliche Konsequenzen hin und händigt die „Betriebsvereinbarung Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ aus.

Als „Columbo“ achtet er darauf, wie der Mitarbeiter auf "Sherlock Holmes" reagiert, interessiert sich für die Situation des Mitarbeiters, zeigt Hilfsmöglichkeiten auf, z.B. in Form einer externen Beratung.

Das wohldosierte Pendeln der Führungskraft zwischen „Sherlock Holmes“ und „Columbo“ erweist sich für alle Beteiligten als sehr hilfreich.

Sie ermöglicht dem Mitarbeiter, externe Beratung in Anspruch zu nehmen, in der ihm die Auswirkungen des eigenen Verhaltens und die möglichen Konsequenzen deutlich wurden.

Nach einer aufrichtigen Entschuldigung bei den Kolleginnen, ziehen diese ihre Beschwerde zurück.